|
|
|
|
Mittelmeerkrankheiten
|
|
|
|
Babesiose
|
Die Erreger sind winzige Einzeller, die die roten Blutkörperchen befallen und eine Blutarmut erzeugen. Die Übertragung erfolgt durch Zecken.
Verbreitungsgebiet: tropische und subtropische Länder, Mitteleuropa bis Norditalien und Südschweiz, Österreich, Ungarn.
Behandlungsmöglichkeit besteht mit guten Erfolgsaussichten.
Eine Übertragung der Krankheit auf den Menschen ist nicht möglich.
|
|
|
|
Ehrlichiose
|
Die Erreger sind winzige Einzeller, die die weissen Blutkörperchen befallen und eine Immunschwäche auslösen. Die Übertragung erfolgt durch Zecken.
Verbreitungsgebiet: tropische und subtropische Länder, Mitteleuropa bis Norditalien und Südschweiz, vereinzelt auch in Deutschland (Flussniederungen).
Behandlungsmöglichkeit besteht mit guten Erfolgsaussichten.
Eine Übertragung der Krankheit auf den Menschen ist nicht möglich.
|
|
|
|
Rickettsiosen
|
Rickettsiosen (Ehrlichia, Rickettsia conorii / Erreger des Boutonneuse-Fiebers, Rickettsia rickettsii / Erreger des Rocky Mountain spotted fever)
Rickettsien sind eine Zwischenart von Bakterien und Viren. Ihren Namen erhielten diese Erreger von ihrem Entdecker, Howard Taylor Ricketts.
Als Überträger kommen Zecken in Frage, aber auch verschiedene Spinnentiere.
Vorkommen
Die verschiedenen Rickettsienarten kommen teilweise regionsgebunden, teilweise aber auch weltweit vor. So wird beispielsweise Rickettsia rickettsii auch Rocky Mountain spotted fever oder Felsengebirgsfieber genannt, aber aufgrund von wiederholten Erfahrungen müssen wir feststellen, dass diese Erkrankungen auch in mediterranen Ländern vorkommen.
Symptome
Die Symptome sind sehr unterschiedlich, charakteristisch sind Einblutungen wie sie auch bei der Ehrlichiose (ebenfalls Rickettsienerkrankung) vorkommen. Kleine Entzündungen der Lymphknoten, Hautauffälligkeiten, Haarausfall, vermehrte Schuppenbildung gehören ebenfalls zum typischen Bild. Schwere Verläufe verursachen Organschäden, massive Gewebsuntergänge, sogenannte Nekrosen und Hirnhautentzündungen, abhängig vom jeweiligen Erreger.
Nachweis
Bei entsprechender Symptomatik und Auffälligkeit, schlechter Heilungstendenz, allgemeiner Schwäche und fehlenden Befunden, die diese Symptome erklären würden, sollten Sie sicherheitshalber bei einem Hund aus dem mediterranen Raum also nicht nur die ‚üblichen’ Mittelmeererkrankungen testen lassen, sondern das Testverfahren um Rickettsia conorii und ggf. Rickettsia ricketsii erweitern. Der Nachweis erfolgt über einen Bluttest, in Spanien ist dieser Test weder teuer noch aufwendig, in Deutschland gibt es nur wenige Labore die entsprechend ausgestattet sind.
Therapie
Hier wird Sie Ihr Tierarzt oder Tierklinik beraten. In der Regel erfolgt die Behandlung mit einem Breitband-Antibiotikum über einen Zeitraum von wenigen Wochen, zusätzlich ist ein Immunpräparat, ggf. auch ein leberunterstützendes Präparat angezeigt. Bei Ehrlichiose erwies sich Imidocarb als Mittel der Wahl. Eine frühzeitige Therapie ist mitunter lebensrettend.
|
|
|
|
Herzwurm / Dirofilaria
|
Wurm, der in der rechten Herzvorkammer und den Lungenarterien vorkommt und zu erheblichen Herz- und Lungenbeschwerden führt. Die Larven werden von Stechmücken übertragen.
Verbreitungsgebiet: vorwiegend in Sumpfgebieten im südlichen Nordamerika und Mittelamerika, aber auch im Mittelmeerraum
Behandlungsmöglichkeit besteht.
Eine Übertragung der Krankheit auf den Menschen ist nicht möglich.
|
|
|
|
Leishmaniose
|
Die Leishmanien werden durch Sandfliegen oder über offene Wunden übertragen.
Verbreitungsgebiet: nicht nur der Mittelmeerraum ! Weitere Infos 
Behandlungsmöglichkeit besteht, aber es kommt meist zu Rezidiven, keine Ausheilung. Die Therapie ist aufwendig, erfolgversprechend im Anfangsstadium.
|
|
|
|
|
Hepatozoonose
|
Die Ansteckung erfolgt für den Hund, in dem er entweder eine Zecke schluckt (zerbeisst und schluckt). Der Krankheitserreger gelangt auf diese Weise in die Darmwand und von dort aus in den Blutkreislauf. Er siedelt sich in Lymphknoten und Knochenmarkt sowie in Organen wie Milz, Leber, Nieren an. Dort kommt es zu Organveränderungen.
Typische Krankheitsanzeichen sind Fieber, Blutarmut, fehlender Appetit, Abmagerung, glanzloses Haarkleid, geschwollene Lymphknoten, Nasen- und Augenausfluss, blutiger Durchfall, Muskelschwäche, steifer Gang.
Die Prognose ist unsicher, es gibt Hunde, die sich spontan erholen, andere sterben noch bevor der Erregernachweis im Blut erfolgen konnte.
Die Hepatozoonose galt bis vor wenigen Jahren noch als äusserst seltene Erkrankung, mittlerweile stellt sie aber ein grosses Problem vor allem in den mediterranen Ländern, hier besonders im Raum Malaga / Portugal, dar.
Therapeutisch stehen noch keine spezifisch wirksame Medikamente zur Verfügung.
|
|
|
|
|
Vorbeugung ?
|
weitere Infos
|
|
Tierarztinfo
|
Reisekrankheiten von A. Rübelt
Zecken und Co von M. Linder
|
|
Erfahrungsberichte
|
von Haltern deren Hund an Leishmaniose, Babesiose, Microfilarien oder Ehrlichien erkrankte
|
|
Verbreitungsgebiet
|
Ägypten Algerien Albanien Belgien Deutschland England Ex-Jugoslawien Frankreich Griechenland Italien Luxemburg Malta Marokko Niederlande Österreich Portugal Rumänien Schweiz Spanien Tunesien Türkei Zypern weitere Infos
|
|
|
|
|
|