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Kann ich meinen Hund eigentlich auch

vegetarisch ernähren ?

 

 

 ....das ist eine Frage, die häufig gestellt wird. Ich möchte Ihnen daher über eine Studie berichten, die von der PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) durchgeführt wurde und hier teilweise von mir zitiert wird.

Zur Studie:

Das zunehmende Interesse an einer vegetarischen Ernährung bringt den ein oder anderen Tierbesitzer in Konflikte- Fleisch für den Eigenbedarf nein, aber Fleisch für den Hund weiterhin?

Sicherlich gibt es eine Reihe von Überlegungen, die angestellt werden müssen, wenn eine Ernährungsveränderung ansteht.

Aus ethischer Sicht liegen die Vorteile klar auf der Hand, ein Abwenden vom Fleischkonsum bedeutet auch ein Abwenden vom Mästen und Töten, vom unserer zweifelhaften Einstellung zu Schlacht- und sogenannten Nutztieren, ein Bruch mit dem Schlachthof.

Viele Menschen können und wollen nicht mehr mitverantworten, was mit den Schlachttieren geschieht.

Zu den ethischen Aspekten kommen noch gesundheitlichen Überlegungen.

Können und dürfen wir aus dem Fleischfresser Hund einen Vegetarier machen?

Die PETA Studie in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Animal Times in der die Daten von 300 Hunden für die Dauer eines Jahres zusammengetragen wurden umfasst Fragen zur Ernährung, zur Krankheitsgeschichte und zu allgemeinen Fakten wie Alter, Rasse und Geschlecht.

Leider ist kritisch anzumerken, dass keine Kontrollgruppe von fleischfressenden Hunden zum Vergleich stand, daher ist die Studienauswertung nicht optimal.

Immerhin ergaben die Daten, dass von 300 Hunden 82% der über fünf Jahre lang vegan (also rein pflanzlich) ernährten Tiere bei guter bis ausgezeichneter Gesundheit waren. Trotzdem ist eine weitere Kontrollstudie mit fleischfressenden Hunden geplant,  so dass bald ein Bericht über die wesentlichen Unterschiede oder Parallelen vorliegen dürfte.

Die Testhunde (vom Junghund bis zum 19-jährigen Hund) ,die weder Fellprobleme noch vermehrt Zahnstein aufwiesen, litten weder an Energiemangel noch an Gewichtsverlust.

Ein wichtiger Hinweis scheint die Anfälligkeit für Infektionen zu sein:

35 Hunde (=11,7%) litten an verschiedenen Infektionen, dabei überwogen Ohreninfektionen, Harnwegsinfektionen, Augeninfektionen.

Interessanterweise bestand ein umgekehrtes Verhältnis zwischen der Zeitdauer des veränderten Ernährungsverhaltens und der Infektanfälligkeit:

Kein Hund, der länger als 3,5 -4 Jahre vegan / vegetarisch gelebt hatte, bekam eine Infektion – weder eine Ohreninfektion noch eine Harnwegs- oder Augeninfektion.

Zufall oder Zusammenhang ?

Ein möglicher wunder Punkt scheint allerdings die erhöhte Rate von Herzerkrankungen zu sein.

Obwohl nur 12 von 300 Hunden Herzprobleme aufwiesen, was statistisch gesehen nichts aussergewöhnliches ist, so zeigt sich doch auch hier wie bei den Infektionen ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Herzproblem und Zeitdauer des Vegetarismus.

Weder die Tumorrate noch die Erkrankungsrate an Arthritis, Verdauungsproblemen oder Drüsendysfunktionen nahmen  durch die veränderte Ernährung zu.

Aufgrund der Erfahrung und als Ergebnis der Studie wird auf eine Notwendigkeit von Nährstoffzusätzen hingewiesen - unabhängig davon, wie Sie Ihnen Hund ernähren, ob mit Fertignahrung oder Selbstgekochtem.

Hier bieten sich an: Kräuter, Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe, Oele, Knoblauch, Hefe - immer in Absprache mit dem Therapeuten !

Noch ein Wort zu Sojaprodukten: Bezogen auf die Fertignahrung scheinen Sojaprodukte eine besondere Bedeutung zu haben. Da fast alle kommerziell hergestellten Hundefutter Soja enthalten war auffallend, dass vermehrt Hautreizungen und Fellprobleme auftraten.

Zusammenfassend ergab die Studie eine Menge interessanter Informationen, allerdings lässt sich sagen, dass sie der Überarbeitung bedarf, da sie (für mich) nicht aussagekräftig genug erscheint.

Die interessanten Informationen waren, dass je länger ein Hund vegan oder vegetarisch ernährt wird, das Risiko deutlich abnimmt, an einer Infektion, Tumoren oder Schilddrüsendysfunktionen zu erkranken.

Ein Rückgang der Harnwegsinfektionen konnte nach Angaben der Untersucher erreicht werden durch die Gabe von bestimmten Aminosäuren.

Desweiteren wird (mittlerweile auch von vielen Tierärzten) zu einer Futterzugabe von Enzymen geraten, da angenommen wird, dass gekochtes Futter ohne Enzyme dem Körper die eigenen Enzyme entzieht.

Zur Zunahme der Herzerkrankungen liegen zwischenzeitlich wissenschaftliche Untersuchungen der Universitäten von Davis / Kalifornien, North Carolina und Guelph vor, die aussagen, dass Herzkrankheiten auch bei fleischfressenden Hunden zugenommen haben und auf einen Aminosäurenmangel zurückzuführen sind.

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